Von A - Z Wissenswertes rund um die Beteiligung
Mit dem nachfolgenden Lexikon erhalten Sie Erläuterungen zu branchenspezifischen Fachbegriffen aus dem Marktsegment geschlossener Fondsbeteiligungen sowie aus dem maritimen Bereich.
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Ablieferung
Der Zeitpunkt, zu dem die Werft das Schiff an die Reederei übergibt.
Abschreibung
Als Abschreibung wird der Wertverlust eines Anlagevermögens bezeichnet. Die Abschreibung wird meist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ermittelt und – unter Beachtung handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Besonderheiten – als Aufwand in der Gewinnermittlung berücksichtigt.
Abschreibungsdauer
Die jeweilige Nutzungsdauer ist in der Praxis aufgrund ausführlicher Abschreibungstabellen des Bundesfinanzministeriums vorgegeben.
Absetzung für Abnutzung (AfA)
Siehe Abschreibung.
Absicherung
Die Kurse von Aktien, Renten und Devisen unterliegen Schwankungen, die mit Hilfe von modernen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen, Swaps) im Fondsvermögen abgesichert werden können.
Achtern
Ist der hintere Teil des Schiffes.
AfA
Abkürzung für Absetzung für Abnutzung. Siehe Abschreibung.
Agio
bezeichnet den Ausgabeaufschlag, der vom Käufer zu zahlen ist, üblicherweise 5 % des Anlagebetrages. Sie dient u.a. zur Deckung der Kosten, die beim Absatz von Fondsanteilen entstehen.
Anleger (Kommanditist)
Die Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft wird durch die Einlage des Anlegers bezahlt. Die Haftung des Anlegers ist auf die Höhe seiner Einlage begrenzt. Durch die Beteiligung wird der Anleger Mitunternehmer der Gesellschaft.
Annuität
Kommt aus dem Lateinischen: annus = Jahr und ist der Betrag, der für die Verzinsung und Tilgung eines Darlehens jährlich zu zahlen ist. Man unterscheidet die konstante und die variable Annuität. Die konstante Annuität bleibt im Zeitablauf gleich. Sie ist mit sinkendem Zins- und wachsendem Tilgungsanteil verbunden, weil durch fortlaufende Tilgung die Zinslast abnimmt. Bei der variablen Annuität bleibt der Tilgungsbetrag bei jeder Zahlung unverändert, so dass die Annuität im Zeitablauf durch die geringer werdende Zinslast sinkt.
Anteilsfinanzierung
Auf die persönlichen Verhältnisse des Anlegers abgestellte Fremdfinanzierung der Beteiligung.
Aufgeld siehe Agio
Ausrüster
Charterer in der Bareboat-Charter. Rechtlich wird dieser als Reeder gesehen.
Ausflaggung
Die Eintragung eines Schiffes in das Schiffsregister eines anderen Staates durch die betreuende Reederei, mit dem Ziel Betriebskosten wie Personalkosten und auch Steuern zu reduzieren und nicht den deutschen Bemannungsvorschriften unterworfen zu sein.
Ausschüttung
Die vorhandenen Liquiditätsüberschüsse (d.h. die Überschüsse der Chartereinnahmen über die Ausgaben) können teilweise oder auch ganz an die Gesellschafter im Verhältnis zu ihrer Kommanditeinlage ausgeschüttet werden. Über die Höhe der Ausschüttung beschließt i.d.R. die Gesellschafterversammlung. Die Ausschüttung ist zu unterscheiden vom Gewinn oder Jahresertrag des Fonds: Dieser kann höher oder niedriger sein als die Ausschüttung.
Backbord
Die linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung (rotes Positionslicht).
Ballasttank
Spezielle Tanks, vielfach auch in Doppelhülle, die dem Ausgleich der Schiffslage dienen.
Bareboat-Charter
Leasingähnliche Überlassung des reinen Schiffes an einen Charterer. Das „nackte“ Schiff wird überlassen, so dass sich der Charterer im Gegensatz zur Zeitcharter selbst um Besatzung, Kapitän sowie um Technik und Wartung des Schiffes kümmern muss. Anders als bei der Zeitcharter gehen bei dieser Vertragsform sämtliche Schiffsbetriebskosten zu Lasten des Charterers.
Bauaufsicht
Fachpersonal, das die korrekte und termingerechte Ausführung eines Schiffsbaus überwacht.
Befrachter / Charterer
Der "Mieter" eines Schiffes für eine bestimmte Zeit oder Reise.
Befrachtungskommission
Ähnlich der Maklerprovision bei Immobilien, werden auch für vermittelte Charterverträge Provisionen gezahlt.
Beirat
Der Beirat ist ein Gremium aus mehreren Personen, das von der Gesellschafterversammlung gewählt wird. Er berät und kontrolliert die Geschäftsführung einer Kommanditgesellschaft. Durch die Kontroll- und Mitwirkungsrechte des Beirats sollen die Interessen der Anleger bestmöglich vertreten werden.
Beitrittserklärung
Die Beitrittserklärung (Zeichnungsschein) ist als Anlage jedem Beteiligungsprospekt im Bereich geschlossener Fonds beigefügt. Die Beitrittserklärung ist die Grundlage für den wirksamen Beitritt zu einem geschlossenen Fonds.
Bereederung
Technischer und kaufmännischer Betrieb von Seeschiffen. Der Eigentümer des Schiffes kann die Bereederung einem Dienstleister übertragen. In diesem Fall nennt man den beauftragten Dienstleister Vertragsreeder.
Bereederungsgebühr
Die Bereederungsgebühr ist eine Vergütung für den Vertragsreeder, welcher sich um die Beschäftigung und die damit in Zusammenhang stehende Aufgaben kümmert.
Beteiligung
Der Anleger wird mit einer Beteiligung im Sinne geschlossener Fonds Mitunternehmer i.d.R. an einer Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG).
Beteiligungsdauer
Die Beteiligungsdauer (oder Laufzeit) eines geschlossenen Fonds ist je nach Fondsart unterschiedlich geregelt.
Beteiligungsprospekt
Geben die Emissionshäuser/Initiatoren für die Einwerbung von Anteilen heraus.
Betriebskosten
Die Betriebskosten eines Schiffes umfassen sämtliche Ausgaben, die der Schiffsbetrieb verursacht, insbesondere Heuern, Proviant, Versicherungen, Ausrüstungen, Reparaturen, Schmierstoffe usw.
Betriebsstättenfinanzamt
Das Betriebsstättenfinanzamt ist das für die Beteiligungsgesellschaft zuständige Finanzamt, bei dem die Gesellschaft steuerlich veranlagt wird.
Bonität
Die Bonität beschreibt die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit eines Schuldners oder Emittenten.
Break-Even Point
Gewinnschwelle. Punkt, ab dem die Erträge aus dem Objekt die Kosten übersteigen.
Bruttoregistertonne
Altes Maß für das Schiffsvolumen. Eine Bruttoregistertonne entspricht rd. 2,831 cbm. BRZ Bruttoraumzahl, Raummaß eines Schiffes
Bugstrahlruder
Erleichtert das Manövrieren eines Schiffes.
Bulk-Carrier
Schiffe, die Massengut (Getreide, Erz, Kohle usw.) befördern.
Cash-flow
Der Cashflow oder auch Geldmittelfluss genannt ist eine wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt.
Charter
Ein Charterer übernimmt ein Schiff für einen bestimmten Mietpreis (Charterrate), die der Eigner vom Charterer erhält.
Charterrate
Der Mietpreis, der für ein Schiff für einen bestimmten Zeitraum gezahlt wird. Die Charter bemisst sich i.d.R. in US-Dollar pro Tag.
Chartervertrag
Ein Chartervertrag ist ein "Mietverträge" für ein Schiff. Charterverträge werden meist auf US-Dollar-Basis abgeschlossen.
Container
Container wurden 1956 als neuartiges Transportmittel in den USA erfunden. Der entscheidende Vorteil dabei ist die internationale Standardisierung, die dem Container seinen Erfolg beschert hat. Container-Ladebrücken Sie sind speziell für den Containerumschlag an den Handelshäfen konstruiert. Mit einer Höhe von mehr als 60 Metern und Auslegern, die noch deutlich länger sind, wurden sie zu neuen Wahrzeichen in den Häfen.
Containereinstellplatz
Die Angabe der Containerstellplätze gibt in etwa die Größe des Schiffes wieder. Die Stellplatzkapazität bezieht sich jedoch auf Leercontainer, so dass sie nur bedingt als Maßzahl herangezogen werden kann. Richtzahl ist der normale 20-Fuß-Container (TEU = Twenty Feet Equivalent Unit). Zusätzlich wird häufig auch die Größe für die Einteilung der Schiffe herangezogen.
Containerfrachter
Ein Spezialfrachter, der als Vollcontainerschiff ausschließlich für den Container-Transport ausgelegt ist. Containerschiff Spezial-Schiff zum Transport von Containern. Deutschland hält einen Anteil von knapp 80% an der gesamten Welt-Containerflotte und ist damit weltweit führend im Bereich der Containerschiffahrt.
Dachfonds
Investmentfonds, die ihr Kapital vollständig oder zum Teil wieder in Anteilen anderer Investmentfonds investieren.
Deutsche Flagge
Durch die Eintragung in das Deutsche Schiffsregister erhält das Schiff die Deutsche Nationalität. Es unterliegt damit dessen Rechtsordnung und genießt dessen diplomatischen Schutz.
Doppelbesteuerungsabkommen
Grundsätzlich gilt das Welteinkommens-Prinzip, d.h. Inländer müssen auch im Ausland erzieltes Einkommen versteuern. Mit vielen Ländern existieren aber Doppelbesteuerungsabkommen. Durch Zuweisung des Besteuerungsrechts an ein Land wird damit die Doppelbesteuerung vermieden. Bei dem Doppelbesteuerungsabkommen mit den Niederlanden z.B. erfolgt die Freistellung der Einkünfte bei der Besteuerung in Deutschland, jedoch eine Berücksichtigung bei der Ermittlung des deutschen Einkommensteuersatzes (Progressionsvorbehalt). D.h. Einkünfte unterliegen der niederländischen Einkommensteuer und sind in Deutschland steuerfrei. Aber die Besteuerung der in Deutschland steuerpflichtigen Einkünfte erfolgt mit einem entsprechend erhöhten Satz.
Doppelhülle
Bezeichnet einen zweiwandigen Schiffskörper. Die Doppelhülle spielt gerade bei Tankschiffen aufgrund der immer schärfer werdenden Sicherheitsauflagen eine wichtige Rolle.
dwt Deadweight
tonnage oder eingedeutscht tdw bezeichnet die Tragfähigkeit eines Schiffes in Tonnen inklusive Besatzung, Passagiere, Treibstoff und Nahrungsmittel. Eisklasse Ein Schiff wird je nach Ausrüstung für den Einsatz in der Ostsee, skandinavischen Gewässern, Kanada und der Arktis eingestuft. Ein Schiff mit höherer Eisklasse zeichnet sich durch eine technisch stärkere Auslegung des Ruders, der Schiffsschrauben und durch geringere Spantenabstände oder stärkere Beplankung im Unterwasserbereich aus. Die höchste deutsche Eisklasse ist E 4. Die höchste finnische Eisklasse ist A 1.
Emissionsprospekt
Auch nur Prospekt genannt. Der Initiator erstellt über den Inhalt des Beteiligungsangebotes einen Emissionsprospekt, in dem er die Eckdaten des geschlossenen Fonds detailliert darstellt.
Erbschaftsteuer
Diese Steuer fällt an, wenn Vermögenswerte (Wertpapiere, Immobilien, Fondsanteile, usw.) vererbt werden und bestimmte Freibeträge überschritten werden. Der Erbschaftsteuersatz ist je nach Verwandschaftsgrad unterschiedlich. Gleiches gilt auch für die Schenkung.
Ergebnisprognose
Die Ergebnisprognose zeigt, welche Ausschüttungen die Gesellschafter erhalten. Sie ist im Prospekt enthalten. Die wirklichen Ergebnisse können von der Prognose abweichen.
Exit
Beendigung einer Beteiligung durch den Verkauf des Schiffes.
Feederschiff
Ein Zubringerschiff, das für Großschiffe, die kleinere Häfen nicht anlaufen können, den Abtransport von Containern erledigt. FEU Fourty-foot Equivalent Unit: Standard-Containermaß mit 12,20 m Länge (40 Fuß) und 2,44 m Breite und 2,59 m Höhe. FEUs sind heute noch vor der kleineren Variante, den TEUs, die meistgenutzte Containerart.
Fondsobjekt
Gegenstand des Investitionsvorhabens der Fondsgesellschaft.
Fondsvolumen
Das Fondsvolumen umfasst die Summe der Gesamtausgaben der Fondsgesellschaft und entspricht damit auch der Fondsfinanzierung.
Fremdkapital
Das Fremdkapital ist die Summe aller für die Finanzierung benötigten Darlehen. Mit einer Erhöhung des Fremdkapitalanteils an der Fondsfinanzierung erhöht sich auch das Risiko. Zins und Tilgung für die Fremdmittel müssen von der Fondsgesellschaft erwirtschaftet werden.
Fungibilität
Die Handelbarkeit für Anteile an geschlossenen Fonds.
Gas-, Chemikalien- u. Produkttanker
Wie der Name schon sagt, transportieren sie Gas und Chemikalien in flüssiger Form. Der Beschäftigungsmarkt für diese Schiffe unterlag in der Vergangenheit sehr starken Schwankungen.
Gear
Lagegeschirr eines Schiffes. Ist dieses vorhanden, kann das Schiff selbstständig entladen und ist von landseitigen Entladungseinrichtungen unabhängig.
Germanischer Lloyd
Wurde 1867 als deutsche Klassifikationsgesellschaft gegründet. Der Germanische Lloyd überwacht nicht nur Konstruktion und Bau eines Schiffes sondern nimmt auch regelmäßig Kontrollen vor. Er entspricht dem TÜV für Autos.
Geschlossener Fonds
Gegenteil zum offenen Fonds. Bei geschlossenen Fonds sind der Investitionsgegenstand und das Investitionsvolumen bereits vorher fixiert und die Zahl der Anlegern ist damit begrenzt. Sobald das benötigte Eigenkapital (Fondsfinanzierung) eingeworben wurde, schließt der Initiator den Fonds und ein Beitritt ist dann nicht mehr möglich.
Geschwindigkeit
Je schneller ein Schiff, um so höher auch der Brennstoffverbrauch. Das ist auch der Grund für die Festlegung der Geschwindigkeit, die ein Schiff erreichen soll, im Bauvertrag zwischen Eigner und Werft.
Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht wird i.d.R. durch die Komplementäre erstellt. Sie berichten jährlich mit der Einladung zur ordentlichen Gesellschafterversammlung den Gesellschaftern schriftlich über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft.
Geschäftsbesorgungsvertrag
Die Fondsgesellschaft überträgt dem Geschäftsbesorger die mit ihrem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb verbundenen laufenden Geschäfte. Die Geschäftsbesorgung erstreckt sich auf alle Geschäfte und Maßnahmen, die dem Betriebsablauf und dem Zweck der Gesellschaft dienen.
Gesellschafter Siehe auch Anleger.
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Sofern der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet wurde wird der Gesellschafter als Kommanditist bezeichnet.
Gesellschafterversammlung
Die Gesellschafterversammlung findet i.d.R. einmal jährlich statt und gibt den Anlegern Gelegenheit, ihr Mitsprache- bzw. Stimmrecht entsprechend ihrer Beteiligungsquote auszuüben. Die Anleger sind berechtigt, auf der Gesellschafterversammlung persönlich zu erscheinen. Wer der Versammlung fernbleibt, hat die Möglichkeit, sein Stimmrecht auszuüben, indem er per Vollmacht den Treuhänder oder einen Dritten beauftragt, ihn zu vertreten.
Gesellschaftsvertrag
Der Gesellschaftsvertrag regelt die Belange der Gesellschaft. Er ist einer der wichtigsten Verträge und im Emissionsprospekt vollständig abgedruckt.
Gewerbesteuer
Der Gewerbeertragsteuer unterliegen gewerbliche Unternehmen und Kapitalgesellschaften. Gesellschaften, die nur vermögensverwaltend tätig sind, unterliegen nicht der Gewerbesteuer. Gewinnbesteuerung gemäß § 34 Abs. 4 Diese Besteuerung wurde abgeschafft. Sie besagte, dass wenn ein Schiff unter deutscher Flagge fährt und im internationalen Verkehr eingesetzt wurde, waren gemäß § 34 Abs. 4 Einkommensteuergesetz 80% der Gewinne nur mit dem halben durchschnittlichen Steuersatz des Gesellschafters zu besteuern.
Hafteinlage
Als Hafteinlage bezeichnet man die im Handelsregister eingetragene Kommanditeinlage, für die der Gesellschafter haftet. Diese kann höher oder auch niedriger sein, als die eingezahlte Kommanditeinlage des Gesellschafters.
Haftung
Beim Kauf von Fondsanteilen wird der Anleger Mitunternehmer und haftet unter Umständen für das Unternehmen. Üblicherweise werden die Anleger Kommanditisten einer KG. Die Haftung ist gemäß HGB auf das im Handelsregister eingetragenen Kapital (Hafteinlage) begrenzt. Oft ist die Hafteinlage nur ein Bruchteil des gezeichneten Kapitals. Die persönliche Haftung des Kommanditisten erlischt, wenn er seine Pflichteinlage geleistet hat. Die persönliche Haftung lebt aber wieder auf, wenn die Einlage z.B. durch Ausschüttungen an ihn zurückgezahlt wird und damit sein Kapitalkonto unter die Hafteinlage gemindert wird.
Haftung des Kommanditisten
Die Kommanditisten-Haftung wird in den §§ 171 ff. HGB geregelt: Die Haftung des Kommanditisten für Schulden der Kommanditgesellschaft ist auf das gezeichnete Kommandit-Kapital (Hafteinlage) beschränkt. Für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet der Kommanditist wie der Komplementär persönlich und unmittelbar, allerdings nur bis zur Höhe seiner Einlage. Die Haftung entfällt, wenn er seine Einlage in voller Höhe geleistet hat. Die Haftung lebt wieder auf, sofern die Einlage ganz oder teilweise an den Kommanditisten zurückbezahlt wurde, § 172 Abs. 4 HGB.
Handelsregister
Das Handelsregister wird beim zuständigen Amtsgericht geführt und unterrichtet die Öffentlichkeit über die Rechtsverhältnisse der Unternehmungen. Um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, schalten viele geschlossene Fonds, die als KG organisiert sind, einen Treuhänder ein. Dieser wird dann statt der Anleger ins Handelsregister eingetragen. Die persönliche Eintragung eines Anlegers ist aber auch bei Einschaltung eines Treuhänders jederzeit möglich.
IMO
International Maritime Organisation: Eine internationale Organisation der UN mit dem Ziel im nautischen und technischen Bereich international gültige Mindeststandards für die Schifffahrt zu etablieren. Die Organisation wurde 1958 gegründet und hat ihren Sitz in London.
Initiator
Die Person oder Gesellschaft, die ein Investitionsprojekt wie z.B. einen Schiffsfonds initiiert, also auflegt und anschließend das zur Finanzierung erforderliche Anlagekapital einwirbt.
Internationales Seeschiffahrtsregister (ISR)
(deutsches Zusatzregister) Die Eintragung erfolgt auf Antrag des Reeders gemäß § 12 Flaggenrechtsgesetz. Die deutsche Nationalität der Schiffe ändert sich dadurch nicht.
Interne Zinsfußmethode
Die Interne Zinsfußmethode ist ein Verfahren um die Wirtschaftlichkeit einer Investiton zu überprüfen. Interner Zinsfuß Englisch ROI, Return of Investment, ist der Zinssatz, bei dem der Barwert (Kapitalwert) aller Ein- und Auszahlungen gleich Null ist. Ökonomisch gesehen gibt der interne Zinsfuß damit die Verzinsung des jeweils in der Anlage gebundenen Kapitals bzw. des durchschnittlich gebundenen Kapitals p.a. im Durchschnitt über den Betrachtungszeitraum an. Die Berechnung erfordert zahlreiche Annahmen, wie z.B. die Wiederanlage ausbezahlter Beträge und die Veräußerung des Investitionsgutes zum Ende des Prognosezeitraums.
Investition Kapitalverwendung, Mittelverwendung.
Kapital, das für Anschaffungen verwandt wird.
Investitionsphase
Zeitraum, in dem das Fondsobjekt von der Gesellschaft angeschafft wird. Nach der Investitionsphase folgt die Betriebsphase. Investitionsvolumen Am Beispiel eines geschlossenen Schiffsfonds ist das Investitionsvolumen der gesamte Kapitaleinsatz für den Kauf des Schiffes.
IRR Internal Rate of Return. Interner Zinsfuß
finanzmathematische Methode zur Berechnung der Rendite eines Investments.
ISL
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik: Maritimes Institut in Bremen, das Statistiken und Berichte mit Analysen und Prognosen über die Entwicklungen in allen Märkten der Schifffahrt veröffentlicht.
Kapitalbeschaffungskosten
Die Einwerbung der Anlegergelder verursacht Kosten, die sogenannten Kapitalbeschaffungskosten.
Klassifikation / Schiffsklassifikation
Eine Kennzeichnung für ein Schiff, die Auskunft über verschiedene Eigenschaften wie z.B. die Ausführung, Konstruktion, verbaute Technik sowie die Sicherheit gibt und somit ein Schiff in eine bestimmte Klasse einordnet.
Knoten (kn)
Die Geschwindigkeit eines Schiffes wird in Knoten gemessen. Ein Knoten entspricht 1,852 km/h. Diese Strecke wiederum entspricht einer nautischen Meile.
Kommanditanteil
Die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds erfolgt sehr oft, indem der Anleger einen Kommanditanteil erwirbt. Er wird damit Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, d.h. Kommanditist.
Kommanditgesellschaft (KG)
Rechtsform, in der viele geschlossene Fonds angeboten werden. Bei der Kommanditgesellschaft haftet mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt, er wird Komplementär genannt. Die anderen Gesellschafter (Anleger) haften normalerweise nur mit ihrer Einlage, sie heißen auch Kommanditisten. Kommanditist Der Kommanditist ist, im Gegensatz zum Komplementär, der beschränkt haftende Gesellschafter (Anleger) einer Kommanditgesellschaft. Seine Haftung ist grundsätzlich auf die von ihm geleistete Einlage begrenzt.
Komplementär
Als Komplementär wird der vollhaftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft bezeichnet. Seine Haftung ist nicht auf die geleistete Einlage begrenzt, sondern umfasst sein gesamtes Vermögen. Übernimmt eine GmbH die Stellung eines Komplementärs, ist das Haftungsrisiko auf das reine Gesellschaftsvermögen begrenzt, das häufig nicht mehr als die Mindesteinlage beträgt. Diese Rechtsform nennt sich dann GmbH & Co. KG.
Kühlcontainer
Spezielle Container, sie werden ständig an Bord des Schiffes oder auch dem Trailer des Lastzuges mit elektrischer Energie versorgt, die ein Kühlaggregat betreibt. Kühlschiff Spezialfrachtschiffe für den Transport von Früchten und anderen Lebensmitteln, das mit einem speziellen System von Kühlschlangen oder einem Luftverteilungssystem ausgestattet ist.
Küstenmotorschiff
oder kürzer "Kümo" ist ein Kleinfrachter für den Einsatz auf den Küstengewässern der Nord- und Ostsee.
Ladegeschirr
Um unabhängig von vorhandenen technischen Einrichtungen in kleineren Häfen be- und entladen zu können, führen moderne Anlegerschiffe bordeigene Kräne mit sich. Für Schiffe bis ca. 2.000 TEU ist die Ausstattung mit Ladegeschirr bzw. eigenen Bordkränen sehr häufig.
Laufzeit
Geschlossene Fonds sind stets auf längere, bisweilen auf unbestimmte Zeit ausgelegt und damit generell nicht als Kurzfristanlage geeignet.
Leistungsbilanz
Die Leistungsbilanz eines Fondsanbieters zeigt wie die in der Vergangenheit aufgelegten Fonds dieses Initiators zu beurteilen sind. Sie zeigt, welche Ergebnisse für bereits platzierte Fonds tatsächlich erzielt worden sind. Bei einer positiven Leistungsbilanz kann davon ausgegangen werden, dass die Prognosen realitätsnah und seriös gewesen sind und dies auch auf aktuelle Angebote zutrifft.
Linienreeder
Schiffseigentümer, die ihr Schiff nach einem bestimmten Fahrplan auf festen Routen einsetzen. Liquidation Auflösung der Fondsgesellschaft durch Veräußerung des gesamten Fondsvermögens/Fondsobjektes.
Liquiditätsreserve
Aus Gründen der Vorsicht zur freien Verfügung gehaltenes Kapital, um zu jedem Zeitpunkt – auch bei Entstehung unplanmäßiger Kosten – die Liquidität der Gesellschaft sicherstellen zu können.
Lloyd's
Register of British and Foreign Shipping Eine 1760 gegründete und bis heute bestehende britische Klassifikationsgesellschaft, die heute die älteste Klassifikationsgesellschaft der Welt ist.
LOI
siehe Letter of intent Loss-of-hire Erlösausfall: Hat ein Schiff aufgrund einer Beschädigung einen unplanmäßigen Werftaufenthalt zur Reparatur, ist es in dieser Zeit Off-Hire, also ohne Beschäftigung.
Mindestbeteiligung
Investments in Fonds sind i.d.R. erst ab einer bestimmten Mindestsumme möglich, z.B. € 20.000.
MS
Abkürzung für Motorschiff. Nachsteuerrendite Auch prognostizierte Rendite nach Steuern. Im Gegensatz zur Vorsteuerrendite die Rendite der Beteiligung in Abhängigkeit vom persönlichen Steuersatz unter Beachtung der Steuereffekte.
Netto-Charterrate
Die vereinbarte Brutto-Charterrate abzüglich der Vermittlungsvergütungen (Kommissionen) und sonstiger Gebühren.
NOK
Nord-Ostsee-Kanal: Dieser auch Kiel-Kanal genannte knapp 100 Kilometer lange Wasserweg verbindet die Elbmündung mit der Kieler Förde und erspart somit die längere Route um Skagen herum.
NRZ
Nettoraumzahl, eine dimensionslose Messgröße zur Ermittlung der Schiffsgröße.
Open-Top-Containerschiff
Ein Containerschiff, das nach oben hin offen ist, also keinen Lukendeckel hat. Auf einem solchen Schiff werden die Container vom Boden über das Deck hinaus in vorgefertigten Führungsschienen (cellguides) übereinander gestapelt.
Panama-Kanal
Ist als Verbindung zwischen dem Atlantik und dem stillen Ozean der wichtigste künstliche Wasserweg der Welt. Wurde 1914 in Betrieb genommen und hat eine Länge von 82 Kilometern, bei einer Breite zwischen 100 und 300 Metern. Die Kanalschleusen begrenzen aber die Schiffsbreiten auf 32,3 Meter, dieses wichtige Maß führt zur Bezeichnung "Panmax". Panmax-Schiffe Bezeichnung für die größten Schiffe, die den Panamakanal noch durchfahren können.
Paragraf 15 a EStG
Gemäß Paragraf 15 a EStG können Gesellschafter einer vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaft Verluste aus Vermietung und Verpachtung nur in Höhe der vom Anleger geleisteten Einlage mit anderen positiven Einkünften ausgleichen (Verlustausgleichsvolumen). Das Verlustausgleichsvolumen wird von Ausschüttungen und steuerlichen Verlusten reduziert, von Einlagen oder einem positiven steuerlichen Ergebnis der Fondsgesellschaft dagegen erhöht.
Paragraf 2 b EStG
Wurde durch § 15 b EStG ersetzt.
Platzierung
Unter Platzierung versteht man den Zeitraum, in dem Kapital von Privatanlegern für einen Fonds eingeworben wird.
Platzierungsgarantie
Die Platzierungsgarantie stellt sicher, dass die Investition wie geplant ausgeführt wird, auch wenn noch nicht alle Fondsanteile gezeichnet sind.
Private placement
Geschlossener Fonds, der im Gegensatz zu Publikumsfonds nur einen oder wenige Gesellschafter aufnimmt.
Prognoserechnung
In der Prognoserechnung werden alle aus heutiger Sicht relevanten Zahlungsströme in ihrem zeitlichen Verlauf dargestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Beträge jährlich und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Zuordnung ausgewiesen.
Progressionsvorbehalt
Bestimmte im Ausland erzielte Einkünfte sind von der deutschen Einkommensteuer freigestellt. Diese Einkünfte unterliegen in Deutschland dem Progressionsvorbehalt, d.h. sie werden zur Ermittlung des Steuersatzes herangezogen, die ausländischen Einkünfte werden dem zu versteuernden Einkommen fiktiv hinzugeschlagen, der sich hiernach ergebende Durchschnittssteuersatz wird dann angewendet auf das zu versteuernde Einkommen - ohne Berücksichtigung der im Ausland erzielten Einkünfte.
Prospekthaftung
Werden bestimmte Kapitalanlageformen in Prospekten dargestellt, und sind die wesentlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Angaben unrichtig, nicht vollständig oder gar irreführend, so greift die Prospekthaftung.
Prospektherausgeber
Der Prospektherausgeber heißt auch Initiator oder Anbieter.
Prospektprüfungsbericht
Von allen seriösen Produktanbietern können Sie zum jeweiligen Prospekt einen sogenannten Prospektprüfungsbericht anfordern. Der Bericht sollte von einem Wirtschaftsprüfer nach den Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) erstellt sein. Die Gutachten beziehen sich daher auf die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken.
Publikums-Fonds
Im Gegensatz zu Private Placements wenden sich Publikumsfonds an einen großen Kreis von Anlegern.
Rate Siehe Charterrate
Reede
Ankerplatz außerhalb eines Hafens. Hier liegen Schiffe, die Hafengebühren sparen wollen, auf ihre Abfertigung warten oder auf eine Anschlussbeschäftigung warten.
Reeder
Der kaufmännische und technische Geschäftsführer einer Schiffsgesellschaft.
Rendite
Gesamterfolg einer Anlage, in der Regel bestehend aus Zins- und Dividendenerträgen sowie den Kursveränderungen, in Relation gesetzt zum investierten Kapital.
ROI (Return of investment) Siehe Interner Zinssatz
RoRo/Lolo-Schiff
Roll-on-Roll-off- / Load-on-Load-off-Schiff. Spezialschiffe für den Transport von Gütern und Containern, die über eine Rampenvorrichtung zum Be- und Entladen verfügen.
Round-the-World-Verkehre
Eine besondere Form der Container-Linienfahrt. Statt einzelner Fahrtgebiete fahren diese Frachter rund um die Welt und nehmen nach Fahrplan in den einzelnen Häfen Ladung auf.
Schiffsbetriebskosten
Unter die Schiffsbetriebskosten fallen Ausgaben für die Besatzung, Kosten für die Ausrüstung, Reparaturen, Versicherungen, etc.
Schiffsregister
(Binnenschiffsregister, Seeschiffsregister) Ist das Grundbuch für Schiffe, welches öffentlichen Glauben besitzt. Es wird vom für den entsprechenden Heimathafen zuständigen Amtsgericht geführt.
Schiffstyp
Die bekanntesten Schiffstypen sind die Containerschiffe. Daneben wird eine Vielzahl weiterer Schiffstypen auf dem Markt der Beteiligungsangebote angeboten wie Tanker, Kühlschiffe, RoRo/LoLo-Schiffe, Feeder, Bulkcarrier/Massenguttransportschiff, Passagierschiffe.
Seemeile
Entfernungsmaß, das trotz der metrischen Maße noch immer in der Schifffahrt genutzt wird. Eine Seemeile ist 1.852 Meter.
Seeschiffsregister
Jedes Schiff, das gemäß §§ 1,2 Flaggenrechtsgesetz die Bundesflagge führt und dessen Raumgehalt 50 Kubikmeter überschreitet, muss in das Seeschiffsregister eingetragen werden. Auf Grund der Eintragung in das Seeschiffsregister stellt das Registergericht das Schiffszertifikat aus; es stellt einen Auszug des Registers dar und dient als Nachweis für die Berechtigung zum Führen der Bundesflagge.
Sensitivitätsanalyse
Die Sensitivitätsanalyse gibt Aufschluss darüber, wie sich der prognostizierte Anlageerfolg ändert, wenn ausgewählte Einflussfaktoren (z.B. Charterrate, Zinssatz der Anschlussfinanzierung, Wechselkursentwicklung, Instandhaltungsaufwendungen, Veräußerungsfaktor etc.) von den Prognoseprämisssen abweichen.
Spotmarkt
Der Markt auf dem kurzfristige Charterverträge abgeschlossen werden, für eine bestimmte (kurze) Zeit oder sogar nur für eine einzige Fahrt.
Steuerbord
Die rechte Seite des Schiffes in Fahrtrichtung (grünes Positionslicht).
Steuerliches Ergebnis
Am steuerlichen Ergebnis der Fondsgesellschaft partizipieren die Anleger entsprechend ihrer kapitalmäßigen Beteiligung sowohl in Form einer Verlust- als auch einer Gewinnzuweisung.
Stille Gesellschaft
Bei einer stillen Gesellschaft investiert ein Investor Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne direkt Gesellschafter zu werden und ohne nach außen in Erscheinung zu treten.
Stille Reserven
Stille Reserven sind nicht aus der Bilanz ersichtliche Teile des Eigenkapitals einer Unternehmung.
Tanker
Schiff zum Transport großer Flüssigkeitsmengen. Unterschieden wie z.B. Rohöl und Mineralöl.
TC
Abkürzung für den von der Premicon AG entwickelten Schiffstyp TwinCruiser.
tdw (=dwt)
Tons deadweight (=deadweight tons) steht für eine Ladetonne. Für Nicht-Containerschiffe wird die maximale Tragfähigkeit in tdw angegeben. Die Angabe erfolgt in metrischen Tonnen und umfasst die gesamte Beladung, also Fracht, Ausrüstung, Treibstoff, Ballast, Proviant sowie Besatzung und ggf. Passagiere.
TEU
Twenty-foot Equivalent Unit: Standard-Containermaß mit 6,10 m Länge (20 Fuß) und 2,44 m Breite und 2,59 m Höhe. Die Stellplatzkapazität eines Containerschiffs wird in TEU angegeben.
TEU-Preis
Der TEU Preis setzt die Baukosten eines Schiffes in Bezug zur Anzahl der Containerstellplätze.
Tilgung
Rückzahlung eines Darlehens.
Time-Charter (Zeit-Charter)
Das Schiff wird dem Charterer für eine bestimmte Zeit zur Verfügung gestellt. Die Schiffsbetriebskosten trägt der Eigentümer des Schiffes.
Tonnagesteuer
Die Tonnagesteuer ist seit 1.1.1999 in Kraft und eine pauschale Gewinnermittlung eines Schiffes entsprechend seiner Größe. Voraussetzung für die Anwendung ist, dass das Schiff mindestens ein halbes Jahr im deutschen Schiffsregister eingetragen ist.
Trampschiffahrt
Ist an keine festen Routen oder Fahrpläne gebunden, sondern ausschließlich am aktuellen Frachtaufkommen. Trampschiffe befördern vornehmlich Massengüter wie Getreide, Erz, Kohle und Holz.
Treugeber
Neben der Direktbeteiligung als Kommanditist haben Anleger u.U. die Möglichkeit, sich indirekt als Treugeber über einen Treuhandkommanditisten zu beteiligen. Der Anleger wird dann nicht direkt im Handelsregister eingetragen.
Treuhandvertrag
Der Treuhandvertrag regelt das Verhältnis zwischen dem Treugeber (Anleger) und dem Treuhänder (Treuhänder).
Treuhänder
Der Treuhänder ist eine natürliche oder juristische Person wie z.B. ein Anwalt, ein Steuerberater, ein Notar oder eine Steuerberatungs-/ Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Treuhänder verpflichtet sich schuldrechtlich gegenüber seinem Treugeber (dem Anleger), nur gemäß Treuhandvertrag über das ihm anvertraute Treugut zu verfügen.
ULCC-Tanker
Ultra Large Crude Carrier-Tanker: Diese Tankschiffe gehören aktuell zu den größten Schiffen, die die Weltmeere befahren. Die auch als Supertanker bezeichneten Transporter haben eine Tragfähigkeit von über 320.000 tdw.
VDR
Verband Deutscher Reeder
Verkehrswert
Der Verkehrswert einer Immobilie ist der Preis, der zu einem Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre.
Vertriebskosten
Zu den Vertriebskosten zählen die Kosten für die Prospekterstellung, die Marketingkosten und die Eigenkapitalbeschaffungskosten.
Verwaltungsvergütung
Gebühr, die für die Verwaltung und das Management des Fonds von der Gesellschaft dem Fonds in Rechnung gestellt wird.
Veräußerungserlös
Liquiditätsmäßig zufließender Wert bei Veräußerung des Fondsobjektes.
Veräußerungsgewinn
Bezeichnet den Gewinn der Gesellschaft, der bei Verkauf des Schiffes erzielt wird und (sofern die Gesellschaft nicht zur Tonnagesteuer optiert hat) den der Gesellschafter im Rahmen seiner persönlichen Einkommensteuer-Erklärung zu versteuern hat.
VLCC-Tanker
Very Large Crude Carrier-Tanker: Diese auch als Supertanker bezeichneten Tankschiffe haben eine Tragfähigkeit von 200.000 - 320.000 tdw.
VSM
Verband für Schiffbau und Meerestechnik
Weiche Kosten
Als Weiche Kosten bezeichnet man die Kosten, die mit der Fondskonstruktion zusammenhängen. Dies sind im wesentlichen Dienstleistungshonorare wie Eigenkapitalbeschaffungskosten, Komplementärvergütung, Konzeptionskosten, Geschäftsbesorgungskosten, Treuhandvergütung, Platzierungsgarantie, Finanzierungsbeschaffung, Geschäftsführung, etc.
Welthandel
98% des Welthandels wird über den Seeweg abgewickelt.
Werft
Hier werden die Schiffe gebaut.
Werftpreis
Tatsächlicher Kaufpreis eines Schiffes. Eine Gegebenüberstellung des Werftpreises mit dem Fondspreis gibt Aufschluss darüber, wie hoch die weichen Kosten sind (Weiche Kosten). Je höher die Differenz zwischen Fonds- und Werftpreis ist, desto mehr weiche Kosten und Liquiditätsreserve werden vom Initiator veranschlagt.
Wohnsitzfinanzamt
Finanzamt, bei dem der jeweilige Anleger geführt wird.
Währungsrisiko
Leitwährung in der Schifffahrt ist der US-Dollar. Das trifft nicht nur die deutschen Schiffbauer bei einem niedrigen Dollar-Kurs hart, sondern auch die Reeder. Sie erhalten für ihre Dienstleistung Dollar, müssen aber die Zinsen und die Betriebskosten in € zahlen. Bei Brennstoffkosten und den Versicherungen macht das nichts aus, sie werden ohnehin meist in Dollar abgerechnet. Verringern lässt sich das Währungsrisiko angesichts eines schwankenden oder gar weiter fallenden Dollar-Kurses durch eine Mischfinanzierung. Das Währungsrisiko wird bei Schiffsbeteiligungen in der Regel durch eine währungskongruente Finanzierung vermindert.
ZDS
Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe.
Zeichner
Auch Anleger, Kommanditist, Gesellschafter. Die Person, die sich an einer Fondsgesellschaft beteiligt.
Zeichnungsfrist
Festgelegte Zeitspanne während der noch nicht im Markt befindliche Wertpapiere gekauft werden können.
Zeichnungsschein
Der Zeichnungsschein (Beitrittserklärung) ist als Anlage jedem Beteiligungsprospekt im Bereich geschlossener Fonds beigefügt. Die Beitrittserklärung ist die Grundlage für den wirksamen Beitritt zu einem geschlossenen Fonds.
Zeit-Charter
Das Schiff wird dem Befrachter Charterer für eine bestimmte Zeit zur Verfügung gestellt. Die Schiffsbetriebskosten trägt der Eigentümer des Schiffes. Zinsbindungsfrist, Zinsfestschreibung Zeitraum für den bei einem Darlehen der Zinssatz fest vereinbart wurde.
Zinsfuß
Siehe Interner Zinsfuß.
Zinsfußmethode
Siehe Interner Zinsfuß.
Zweitmarkt
Grundsätzlich handelt es sich bei der Anlage in geschlossenen Fonds um eine langfristige Anlage. Die Fungibilität der Anteile ist eingeschränkt. Ein institutionalisierter Zweitmarkt für die Veräußerung von Fondsanteilen ist in den vergangenen Jahren entstanden.
Zwischendeck
Das Zwischendeck ist ein höhenverstellbares und teilweise auch herausnehmbares Deck zur Anpassung des Laderaums an die Fracht. Zwischendecks kommen häufig bei Mehrzweck-Schiffen zum Einsatz.
